DUMont Jounalistenpreis: Um 9 Jahre verspätete Ehrung der "besonderen Art".

14.11.2014 08:03

Weltmeisterschaften, Helsinki, 8. August 2005. Der Leverkusener Markus Esser schleudert den Hammer auf 79,17 Meter. Vierter Platz, nicht weit genug für eine Medaille. Acht Jahre später, im März 2013, stellte sich heraus, dass Markus Esser um Silber betrogen worden war. Die angeblichen Welt- und Vizeweltmeister Iwan Tichon und Wadim Dewjatowski waren gedopt.
Die Geschichte bereiteten das Autoren-Trio Uwe Bödeker, Herbert Bucco (beide EXPRESS-Sportredakteure) und David Hähnel (center.tv) journalistisch auf. In der Leverkusener Trainingshalle holten sie die Zeremonie der Siegerehrung für den 2. Platz „mit allem Brimboruim“ nach. Das Video im EXPRESS-Bericht  abrufbar). Die verliehene Silbermedaille war nicht echt, denn Markus Esser (33) warte noch immer auf das Original. Für ihren Bericht „EXPRESS schenkt Esser das Silbergefühl“  und für die „Siegerehrung der besonderen Art (Großartige Idee, herrlich umgesetzt)" wurden die drei am 4.11.2014 mit dem DuMont Journalistenpreis für die kreativste journalistische Leistung 2014 ausgezeichnet. Mit dem Beitrag hätten sie dem Leverkusener Sportler Markus Esser „ein kleines Stück Gerechtigkeit widerfahren lassen“. 

Übrigens, Horst Bödeker, der Seniorensportwart des Pulheimer SC, freute sich besonders über die Auszeichnung seines Sohnes Uwe. Der aktive Sprinter Horst Bödeker (M75) hat sich in der Seniorenleichtathletikszene vor allem durch sein erfolgreiches Engagement in der Zusammenstellung und Motivation von Mannschaften in „seinem“ Pulheimer SC (DAMM, Team-Meisterschaft, Staffeln) einen Namen gemacht.