Trauer um Philipp Frech

09.02.2017 10:53

Horst Bödecker, Seniorensportwart des Pulheimer SC: 

"Die deutschPhilipp Frech 2015, Foto von Hanne Venne Leichtathletik-Szene trauert um Philipp Frech. Der international erfolgreiche Senioren-Athlet verstarb am 6. Februar 2017 in Köln im Alter von fast 97 Jahren.

Frech wurde am 6. Juli 1920 in Köln geboren und wuchs mit acht Geschwistern in der Domstadt auf. Bereits mit 13 Jahren wurde er Mitglied beim TUS rrh. Köln. Diesem Verein gehörte er bis zuletzt an. Seine größten Erfolge feierte er in den letzten 30 Jahren jedoch im Trikot des Pulheimer SC. Philipp Frech sammelte Titel bei Welt- Europa- und Deutschen-Meisterschaften. In einem Beutel bewahrte er 18 Kilogramm Medaillen aus der ganzen Welt auf.

Beruflich war das Ehrenmitglied des PSC als selbstständiger Spediteur erfolgreich. Auf dem Hof seiner Firma in Köln-Nippes baute er zudem einzigartige Weinreben an, die zu einem edlen Tröpfchen verarbeitet wurden. Seinen eigenen Wein nannte er "Frechdachs" - ein wahrlich edler Gaumenschmaus.

Frech, der durch den Sport bis ins hohe Alter international unterwegs war, verliebte sich auf seinen Reisen ganz besonders in Südafrika. So wurden Durban und Kapstadt, wo er einen Wohnsitz hatte, zu seiner zweiten Heimat. Und Frech war auch dort sehr aktiv, gewann den internationalen Titel der African Championchip.

Über Jahrzehnte war er in den Disziplinen Diskuswurf, Kugelstoßen und Speerwurf der überragende Athlet - national wie international. Wenn der Menschenfreund von seinen Reisen berichtete, klebte man regelrecht an seinen Lippen. Und der Sport hielt ihn fit. Mit 79 Jahren absolvierte Philipp Frech sogar noch einen Zehnkampf.

Auch an der Deutschen Sporthochschule Köln war der Ausnahme-Athlet immer ein gefragter Mann. Seine Vorträge als Dozent waren bei Studenten und Professoren gleichermaßen beliebt. Ein Thema war dabei stets sein Lebensmotto: "Sport - ein Leben lang von jung bis alt".

Wir trauern um einen außergewöhnlichen Athleten mit einem ganz großen Sportlerherz."

Foto von Hanne Venn: Philipp Frech (2015) in der Seniorenresidenz in Köln