Team-DM 2015 in Kevelaer

06.09.2015 18:53


Kevelaer, am Samstag, 5. September 2015. Ein Wechsel zwischen Sonnenschein und heftigen Schauern kennzeichneten die äußeren Gegebenheiten. Vor allem der Weitsprung in den höheren Altersklassen litt unter dem Platzregen. Pfützen auf der Laufbahn ging man mit Walzen zu Leibe. Leider kamen dabei auch die Startmarkierungen unter die Räder. Zur Neuausmessung blieb keine Zeit. Wer Glück  hatte, traf den Balken. Völlig durchnässt und auf Grund der Fehlversuche oder verschenkter Weiten verließen die Weitspringer fröstelnd und teils frustriert die Anlage.

Das Foto vom 100m-Start M70 demonstriert, wie bereits auf den ersten Metern durch schnelle Reaktion Raum gewonnen werden kann. 

Links sehen Sie ein Foto von Esther Zoll beim 3000m Lauf (W50, StG Ruhrgebiet-West), die ihren Lauf souverän gewann. Stetig vergrößerte sie ihren Vorsprung. Am Schluss erreichte sie 617 Punkte. Bis zum Schluss genossen die Zuschauer ihren raumgreifenden und flüssigen Laufstil. Ihr Durchalten bis zum Ziel zahlte sich aus: 44 Punkte mehr als die Zweite. Bei der zum Glück abgeschafften Cupwertung, hätte ihr eine Sekunde Vorsprung vor der Zweiten gereicht, um 15 Cup-Punkte zu bekommen und sich mit 2 Punkten von der Zweiten abzusetzen. So kämpfe sie zum Vergnügen der Zuschauer bis zum Schluss auf höchstem Niveau.

Teils waren überlegene Siege zu verzeichnen. In mehreren Wettkämpfen blieb es allerdings spannend bis zum Schluss, wie in M70, wo der Pulheimer SC mit nur 34 Punkten Vorsprung gewann. 
Es braucht keiner prophetischen Gaben, um vorauszusagen, dass Stargemeinschaften künftig die Regel sein werden. Die Decke in den Vereinen ist teilweise so dünn, dass Athletinnen oder Athleten in bis zu drei Disziplinen antreten. Beispielsweise errang Robert Ingenbleek für LG Eder in M50 alleine 2013 Punkte (Diskus 682, Kugel 701, Hochsprung 630). Eine Verletzung kann einen guten Platz kosten.

700 Punkte stellt eine besondere Leistungsmarke dar. Neben Robert Ingenbleek (M50, Kugel, 13,78 m) mit 701 Punkten überboten diese Grenze noch Ralf Mordhorst (M40, LBV Phönix Lübeck, Diskus, 44,92) mit 704 Punkten, Rolf Griesberg (M60, Pulheimer SC, Kugel, 13,27) mit 714 Punkten, Johann Stein (M60, StG Werther/Brackwede/Kirchlinde, Kugel, 13,18 m) mit 711 Punkten und Joseph Streyl (M70, Pulheimer SC, Weitsprung, 4,41 m) mit 705 Punkten.

 Es ist müßig, zu fragen, ob die Leistungen zu 700 Punkten über alle Altersklassen und Disziplinen vergleichbar sind (der Rehpenning-Faktor lässt grüßen). 700 Punkte verbessern den Gesamtpunktstand einer Mannschaft enorm und erweisen sich auf dem Punktekonto als äußerst wertvoll. 


Die vollständige Ergebnisliste finden Sie bei Leichtathletik.de.