Stationen der europäischen Seniorenleichtathletik -2-

27.10.2019 18:00
Entwicklung der europäischen Seniorenleichtathletik - Teil 2
Von der Gründung bis zur Verabschiedung der Satzung

 

Wilhelm Köster (© A.H, 2019)

* 25. November 1934 in Sulingen, [#Wikipedia]

EVAA-Gründungsmitglied

Entwickler der EVAA-Satzung

Erster technischer EVAA-Manager

 

Die erste Satzung des Leichtathletikverbandes EVAA

Wilhelm Köster nutzte das Jahr von der Gründungsversammlung am 11. September 1978 in Viareggio bis zur außerordentlichen Mitgliederversammlung der EVAA am 30.07.1979 in Hannover zum Entwurf einer Satzung für die EVAA. Diese wurde verabschiedet. Zugleich erfolgten Ergänzungswahlen zum Präsidium. Gewählt wurden:

  • Wilhelm Köster/BRD als Technischer Manager und damit verantwortlicher EVAA-Delegierter für die Durchführung künftiger EVAA-Meisterschaften
  • Gijs Knoppert/NED als Sekretär.

Normen

Gute Kontakte zur IAAF und zur EAA gaben Wilhelm Kösters Meinung Gewicht und beflügelten die Entwicklung des europäischen Seniorensportes.

Zu den Problemen und Entwicklungen in den Anfangsjahren der EVAA berichtet Wilhelm Köster:  „Die Altersklassen wurden nach 1A + 1B, 2A + 2B usw. eingeteilt. Die Einteilung war damals von den amerikanischen/kanadischen Ländern übernommen worden. Auch die Gerätegewichte und Hürdenhöhen sowie die Abstände waren sehr uneinheitlich in Europa. In Zusammenhang mit der WAVA-Veranstaltung in Hannover habe ich eine Umfrage bei allen europäischen Ländern bzgl. der Wettkampfklassen und Wettkampfgeräte gestartet. Der Rücklauf war naturgemäß nicht sehr erfreulich und auch sehr uneinheitlich im Ergebnis. In Hannover haben wir uns für das deutsche System der 5-Jahrgangsklassen beginnend mit 35 entschieden. Die Hürdenhöhen und –abstände sowie auch die Gerätegewichte wurden weitestgehend nach der Mehrheit der Rücklaufergebnisse ausgerichtet. Es blieb späteren Jahren vorbehalten, sowohl in der Welt als auch in Europa zu einheitlichen Regelungen zu kommen.

 

Computereinsatz Ende der 70. Jahre

Wilhelm Köster:  „Die Firma Olivetti stellte erstmals bei den europäischen Meisterschaften vom 10.-16. September 1978 in Viareggio einen Computer für die Wettkampfdatenverarbeitung zur Verfügung. Er war in einem Raum von ca. 4x4m Größe untergebracht und hatte ein Ausmaß von ca. 3x3m in Länge und Breite und ca. 2,00m in der Höhe. Ein Jahr später in Hannover wurde alles noch ‚handmade‘ abgewickelt, Ausnahme war die Erfassung der Marathonläufer und die Zuordnung ihrer Zeiten auf einem städtischen Computer. Damit konnten dann die fertigen Ergebnislisten für diese Disziplin ausgedruckt werden.