Spitzensport-Profis gründen Interessenvertretung

17.10.2017 13:11

15.10.2017 | "Athleten Deutschland" | SID (Sport-Informations-Dienst )/pr [# Leichtathletik.de]:

Deutsche Spitzensportler gründeten einen vom Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) unabhängigen Verein 'Athleten Deutschland' als Interessengemeinschaft. Erklärtes Ziel: "Mit  einer Geschäftsstelle und drei hauptamtlichen Mitarbeitern die operativen Aufgaben für die DOSB-Athletenkommission zu übernehmen". 300.000 bis 400.000 Euro habe die Politik als jährliche Unterstützung in Aussicht gestellt.

Der Verein soll die DOSB-Athletenkommission professionell unterstützen und den Sportlern mehr Gehör verschaffen. Athletensprecher Max Hartung, Mannschafts-Weltmeister 2014 im Fechten:  "Der Sport wird professioneller, die Themen werden komplizierter. Um da richtig dabei sein zu können, reicht die ehrenamtliche Struktur nicht. Ein ganz wichtiges Feld ist, die Sportler besser zu informieren."

Ue30LA bezieht sich in den Beiträgen gewöhnlich nicht auf den Profisport. Der Seniorensport lebt von der ehrenamtlichen Struktur. Aber die Idee, Spitzensportler in Zukunft besser zu informieren, zu fördern und abzusichern, wäre wohl auch im Seniorensport reizvoll. Unter uns leben eine Reihe von talentierten Athletinnen und Athleten, die sich aus unterschiedlichsten Gründen beispielsweise Reisen zu Senioren-Meisterschaften nicht leisten können.