Schieflage: Cupjoker

10.04.2014 08:09

Dieter Krumm zeigt am Beispiel der Teammeisterschaften 2013 in Hamburg den Einfluss der Jokerregelung auf das Gesamtergebnis.

Wertungsgrundlage:  15,13,11,9,8,7,6,5,4,3,2,1 (Punkte für den 1. Platz, 2. Platz usw.)

Das Originalergebnis von Hamburg 2013 am Beispiel M60:

Rang Verein Punkte
1. StG Hünxe-Süchteln-Wese 7.791  
2.    StG Team Stormarn 7.609
3. StG Werther/Brackwede/Kirchlinde 7.550
4. LAC Quelle Fürth 7.368
5. LG Biebesheim/Eschollbrücken/Crumstadt 7.298
6. StG Hamburg-Oldies 7.275

Dieter Krumm berechnet eine fast gleiche Rangfolge bei Cupwertung, wenn alle Disziplinen einfach angerechnet werden. Die Jokerregel besagt, dass der Verein eine Disziplin zur doppelten Wertung anmelden kann. Im Gegenzug werden die Ergebnisse in der Disziplin mit der geringsten Punktzahlsumme gestrichen. Davon ausgehend, dass die Vereine den Joker zielgenau auf ihre tatsächliche Paradedisziplin setzen, ergibt sich eine im Vergleich zur Qualifikationsregel andere Rangfolge:

Rang Verein Punkte
1. StG Hünxe-Süchteln-Wese 119 
2.    LAC Quelle Fürth 102
3. StG Team Storman 95
4. StG Werther/Brackwede/Kirchlinde 90
5. StG Hamburg-Oldies 84
6. LG Biebesheim/Eschollbrücken/Crumstad 66

Dieter Krumm: Storman und Werther, die von den Punkten her deutlich besser sind als der LAC Quelle, liegen in der Cupwertung deutlich dahinter. LG BEC, nur 70 Punkte nach der alten Wertung, oder nicht mal 1 Prozent hinter LAC Quelle, hat in der Cupwertung 36 Punkte Rückstand auf LAC. D.h., diese Mannschaft, die nach alter Wertung nur 1 Prozent schlechter ist als LAC, ist mit neuer Wertung gleich 36 Prozent schlechter.
Anmerkung:  Die Platzverbesserung von LAC Quelle Fürth beruht auf der größten Punktdifferenz von der Spitzendisziplin (Kugelstoß 22 Punkte) und der schwächsten Disziplin (100m 3 Punkte).