Roger Bannister starb mit 88

06.03.2018 15:00

Warum ist Roger Bannister bis heute und sicher jetzt über seinen Tod hinaus eine so große Inspiration nicht nur für Mittelstreckenläufer, sondern für alle, die in der Leichtathletik sich an den Grenzen bewegen?

Die Großtat, die Meile als Erster unter vier Minuten zu laufen damals, im Jahr 1954, im interkontinentalen Fernwettkampf gegen John Landy und Wes Santee ist es nicht allein. 

Es ist die spezifische Art, wie Bannister die Sache anging: mit informiertem intelligenten Fokus und freiem pragmatischen Willen hat er sein Ziel verfolgt, Konventionen missachtet aber Freundschaften gepflegt  und auch zum Erreichen der Ziele genutzt, hinhörend, was andere sagen, aber selbst entscheidend und sich so frei, fliegend, dem Ziel nähernd. 

Bannister verkörperte und verkörpert für mich weiterhin den Inbegriff dessen, was Leichtathletik sein kann

Kein Seniorensportler, aber einer, für den die Karriere mit Erreichen der Ziele zu Ende ging – in diesem einen Punkt möchten wir ihm vielleicht widersprechen, aber er war ein ganz Großer unseres Sports und ich werde nicht aufhören, von ihm zu lernen.

Peter Oberließen