Reibungsfläche 2: Der Finisher-Euro

01.04.2015 16:17

Auslöser: Der DLV- Verbandsrat entschied, die Teilnehmergebühren bei allen Laufveranstaltungen ab dem 1.1.2016 einheitlich auf einen Euro pro Teilnehmer festzulegen.
Begründung: Neben einer bundeseinheitlichen Regelung für Genehmigungsgebühren sei es eine weitere Zielsetzung, kommerzielle Veranstalter von Laufveranstaltungen.. zu integrieren. [#leichtathletik news]
Hintergrund: Am 21.09.2013 kritisierte der Bundesausschuss Laufen (BAL) unter Leitung von Harald Rösch in Bobingen die Praxis, dass Agenturen Laufveranstaltungen ohne Anmeldung und Genehmigung der Landesverbände und entsprechende Gebührenzahlung durchführten. Es folgte ein Antrag an den Verbandsrat, einen Beschluss zu fassen, der dem DLV bei den national auftretenden Veranstaltern die Erhebung einer Gesamtgebühr erlaube. Auf Grund des Antrags beschloss der Verbandsrat die Einführung des Finisher-Euros.

Reaktionen: Der 1€-Beitrag wird von vielen Veranstaltern als zu hoch bewertet. Widerstand äußert sich in den Medien [#z.B. Schweriner Fünf-Seen-Lauf -#1-, -#2-], in Aktionen mit Protestplakaten mit Verteilung von entsprechenden Aufklebern bei großen Laufveranstaltungen und in Einsprüchen an den Vorstand des DLV, z.B. durch Pro Sport Berlin 24 e.V. . Federführend erweist sich German Road Races e.V. (GRR, #Webseite), dessen Vorsitzender Horst Milde eine Petition gegen die Euro-Erhebung ins Leben gerufen hat. Er hatte an der Tagung des BAL im Jahr 2013 teilgenommen. Das Logo zur Aktion sehen Sie links. Das Motto lautet: STOPPT DIE LAUFMAUT - 1 Euro Finisher-Gebühr ist zu viel! [#zur Petition].  Auch juristisch soll gegen den Zwang zur 1€-Gebühr vorgegangen werden. Einige Landesverbände werben in Rundschreiben und Veröffentlichungen für Verständnis zur Einführung des Finisher-Euros (# siehe LVR-Muster].  Die Landesverbände Nordrhein und Westfalen führen am 29. April 2015 eine Informations- und Diskussionstagung zum Thema „DLV-Laufgebühr“ in Duisburg durch [#zur Ankündigung].