Protokoll der EVAA-Generalversammlung in Izmir

11.10.2014 10:00

Das Protokoll der Generalversammlung der EVAA und die Rechenschaftsberichte vom 26. August 2014 im Atatürk Stadion liegen vor.

(1) Das Protokoll der Generalversammlung

Nach außen hin bemerkbarste Entscheidung war wohl die Umbenennung von EVAA in EMA, die allerdings noch nicht vollständig umgesetzt worden ist. Vor zu starker Annäherung an European Master Games (EMG) warnte der Brite Arthur Kimber,  da sich die Satzungen von EMG und EMA hinsichtlich der Meisterschaften unterschieden und EMG kommerziell ausgerichtet sei. Nicola Maggio (ITA) und Vesa Lappalainen (FIN) brachte die Versammlung als Rechnungsprüfer unter (Kommentar s. u.).

(2) Rechenschaftsberichte vom Präsidenten bis zum Schatzmeister

Der interessanteste Teil der Rechenschaftsberichte ist wohl das von Jean Thomas erläuterte Budget der Jahre 2013/2014 mit einem Verlust von 18424 €. Verantwortlich für das Defizit macht er die weit unter den Schätzungen liegende Teilnehmerzahl der EM in Izmir. Zudem stiegen die Ausgaben gegenüber der vorangehenden Legislaturperiode um 9,01%. Alleine die Kosten für die Generalversammlung wurden mit 8000 € veranschlagt.

Persönliche Eindrücke und Wertungen als Delegierter

(1) Die Generalsversammlung: Der zurückgetretene technische Direktor Nicola Maggio (ITA) und der 2013 abgewählte Vizepräsident der WMA Vesa Lappalainen (FIN) versuchten dauernd Unruhe in die Versammlung zu bringen und die Führungsqualitäten des Präsidenten in Frage zu stellen. Möglicherweise, das ist Spekulation, hatte Nicola Maggio nicht damit gerechnet, dass sein Rücktritt vom Präsidenten Kurt Kaschke ohne Verhandlungen angenommen worden war und als Druckmittel, für was auch immer, verpuffte.

Die Indikatoren im Einzelnen: Dauernde Wortmeldungen kennzeichneten das Verhalten beider zukünftiger Rechnungsprüfer. Zunächst versuchten sie die Versammlung zu sprengen und auf das kommende Jahr in Torun (Halleneuropameisterschaften) zu vertragen, da die Agenda zwei Tage zu spät ausgeliefert worden sei. Anschließend kritisierten sie die vorübergehende Betrauung des Franzosen Jean Marcel Martin mit den Aufgaben des technischen Direktors, da mit Jean Thomas als Schatzmeister ein weiterer Franzose im Vorstand sei. Sie warnten vor den Kosten der Umbenennung in EMA, stimmten aber zu. Sie stießen eine unnötige Debatte nach der anderen an. Wie auch immer, sie bleiben im Vorstand: „Auditors Nicola Maggio (ITA) and Vesa Lappalainen (FIN)“.

(2) Das Budget und die Ausgaben: Ich selbst habe als Delegierter Fahrt und Unterbringungskosten selbst getragen und somit den Etat höchstens um den Wert eines Glases Orangensaft und einer Brotschnitte belastet. Das EMA-Präsidium muss sich in Zukunft gut überlegen, welche Standorte ausgewählt werden, welche Jahreszeit in Frage kommt und wie Ausgaben gebändigt werden können, zu denen auch aufwendige Reisen von Abgeordnetengruppen zu den Wettkampfstätten und zu Vorgesprächen gehören. Man kann nur davor warnen, überstürzt für die Sportlerinnen und Sportler schmerzliche Gebührenerhöhung durchzuführen.
A. Anton