Historie der Wahl der Senioren-Aktivensprecher

22.04.2014 20:50

Hellmuth Klimmer, ehemaliger Aktivenprecher, erinnert sich: .

  • WM `91 (Turku):  Erste Überlegungen, Aktivensprecher (AS) für Senioren zu wählen (in Anlehnung an das übliche Verfahren der Leistungssportler). Der Gedanke kam von Uwe Beyer und mir. Ich plädierte für 2 AS, höchstens 4 (pro Disziplingruppe). Erste mögliche Kandidatenvorschläge wurden diskutiert: Karin IIlgen u. Uwe Beyer.
  • WM `93 (Miyazaki): Vor Beginn der WM wurden 4 AS gewählt (ohne persönliche Vorstellungen, alle konnten Namen nennen) – Initiator war Heinrich Clausen (Referatsleiter Breitensport).
  • EM `94 (Athen): Die vier (1993 gewählten) AS werden erstmals offiziell bekanntgegeben. Auf Wunsch der Mittelstrecklerinnen wurde die Anzahl der AS erhöht. (Nach H. Klimmers Einschätzung kam es zu keiner wirklichen Mitsprache der MS im DLV.)
  • Ab DM `94 (Berlin): Präsenz und Sprechzeiten der AS bei den DM. H. Klimmer bedauert, dass diese  kaum in Anspruch genommen wurden.
  • ‚97: Die Arbeitsgemeinschaft Seniorensport wurde aufgelöst. Es wurde eine Gruppe bestimmt (v. D. Massin), die an Stelle der AG die Probleme der Seniorensportler aufgreifen und an den DLV weiterleiten sollte (ab Okt. `97). Persönliche Anmerkungen:  Auf dem Verbandstag in Steinbach wurde der Seniorensport im Bundesausschuss allgemeiner Wettkampfsport angesiedelt, vertreten von Harold Gähr. Diesem sollte ein Beratungsgremium zur Seite stehen (Schmalbuch, Holder, Erben, Ehlert, Schallau und qua Amt Gähr, Clausen. Im Februar 97 waren noch 11 Aktivensprecher und Vertreter benannt mit unterschiedlichen Bereichen wie Sprin, Langlauf, Wurf usw.
  • EM `98 (Cesenatico): Zum 2. Mal wurde eine Wahl der AS durchgeführt.  Die Vorschläge wurden auf einer Liste veröffentlicht.  Per Stimmzettel durften alle Aktiven an der Wahl teilnehmen.  Die  Auszählung erfolgte nicht vor Ort (Organisation: D. Massin, H. Gähr). Am 1.10.`98 erfolgte die schriftliche Information an die jeweiligen gewählten AS mit der Aufforderung um Rückinformation, ob sie die Wahl annehmen.
  • Ab 2002 wurde die Wahl der AS während der DM durchgefüht. H. Klimmer fasst die Eckpunkte zusammen: Die Landesverbände machten Vorschläge, wählen durfte nur ein Vertreter jedes (anwesenden) Sportvereins, die Anzahl AS wurde auf 2 (männl. / wbl.) festgelegt, die AS sollten nur bei „thematischem Bedarf“ beratend einbezogen werden.

Rückblick auf die vergangenen zwei Jahre und Status quo

  • Die beiden Aktivensprecher nahmen an den Sitzungen der Seniorenwarte beratend teil.
  • Reiskosten und Unterkunft zu den beiden Tagungen des Budesausschuss Senioren wurden jeweils einem der Aktivensprecher erstattet.
  • Die Athletensprecher standen als Ansprechpartner bei Meisterschaften national und International zur Verfügung. Kosten trugen die Sprecher selbst.
  • Ich selbst wurde in meiner Amt als Athletensprecher als einer von 5 Delegierten bei der Präsidiumswahl der WMA bestimmt.
  • Es wird zukünftig bei den Athletensprecher-Wahlen nicht mehr nach Athletensprecher und Stellvertreter unterschieden, sondern beide gewählte Athletensprecher können gleichberechtigt, aber mit nur einer Stimme an den Bundesausschuss-Sitzungen teilnehmen.
  • Die geringe Stimmgewichtung der Aktivensprecher wird durch Überzeugungsarbeit und Mitsprache dank bemerkenswerter Aufgeschlossenheit des aktuellen Bundesausschusses ausgeglichen.

Alfred Hermes

Siehe auch  Senioren-Athletensprecherwahl 2014