WM in Daegu: Gerhard Lickfett konnte nicht mehr teilnehmen

07.04.2017 17:00

Er kämpfte bei den Weltmeisterschaften in Lyon und in Perth erfolgreich im Stabhochsprung. Er hatte sich auf die Hallen-WM in Daegu in M80 vorbereitet: Gerhard Lickfett (M80, Hamburger SV). Ein Unfall mit tödlichen Folgen beendete seine Ambitionen.

Traueranzeige vom 22.2.17 in der FAZ (Auszug)

Gerhard Lickfett
Kapitän
„Alexander von Humboldt“„Star Flyer“,
„Star Clipper“, „Royal Clipper“, „Sea Cloud“ I/II
3-facher Vizeweltmeister im Stabhochsprung
M70+75
* 14. März 1937 Danzig-Langfuhr
† 19. Februar 2017 Hamburg

Bei den Leichtathletik-Hallenweltmeisterschaften der Senioren in Daegu wollte der Zehnkämpfer und Stabhochspringer in der neuen Altersklasse M80 sein Können zeigen. Er beabsichtigte, eine deutsche M80-Hochsprungbestmarke erzielen und hatte sich auch gute Chancen auf den Sieg im Stabhochsprung mit einer möglichen Höhe von 2,50m ausgerechnet  Der M80-Weltmeister von Daegu Knut Henrik Skramstad aus Norwegen siegte mit 2,20m.  Vor der Reise nach Daegu verunglückte Lickfett mit seinem Motorroller. Die nicht erkannten inneren Verletzungen beim Sturz lösten Tage später eine Hirnblutung aus, an der Gerhard Lickfett verstarb.

Henning Sietz schrieb in der Frankfurter Allgemeinen einen Nachruf: [#FAZ, 21.2.17]
Vertriebener, Seemann, Stabhochspringer
Gerhard Lickfett, einer der wenigen deutschen Großsegler-Kapitäne, ist gestorben. Sein bewegtes Leben führte ihn von motorisierten Frachtern über Piratenangriffe auf Segelschiffen bis zum Stabhochsprung.
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