GBR: Große Sportnation in Europa

24.06.2016 19:24


Britische Sprinter bei den Halleneuropameisterschaften 2016 in Ancona.  Rechts 100m- und 200m-Weltrekordler Glyn Sutton (M70). Foto von Alfred Hermes.
Medaillenspiegel von Ancona 2016 (Auszug):

1  GER GERMANY 101
Gold
85
Silber
79
Bronze
265
Summe
2  ITA ITALY 94 96 76 266
3  GBR GREAT BRITAIN & N. IRELAND 68 41 50 159
4  FRA FRANCE 42 26 40 108

 

Tony Bowman (GBR, M80, Europameister 60m, Weltrekord M75/M80 60mH, Foto von Alfred Hermes) stellte sich einer Gruppe von drei jungen Italienerinnen zum Interview. Mit unverhohlener Freude referierte er zum Mitschreiben und begeisterte die Mädchen, die ihn interessiert befragten. Sie zeichneten das Interview mit Smartphone auf, offensichtlich für ein Referat in  ihrer Schule. Ich (Alfred Hermes) kam anschließend mit Tony Bowman ins Gespräch. Was war Tony Bowman wichtig zu verkünden?

  • Er sei stolz auf sein Land "das beste Land der Welt".
  • Er sei kein Royalist.
  • Er erinnere sich mit Dankbarkeit und Freude an seine Eltern. Sein Vater hätte ihn bereits als jungen Sportler betreut und angefeuert. "Meine Eltern waren wunderbare Menschen!" Im Startblock bei großen Ereignissen denke er immer an sie. Dann fühle er, wie sich seine Haare aufrichteten und mit diesem Adrenalinschub sei er kaum zu halten.
  • Bewegung sei sein Lebenselixier. Vor allem habe er Spaß am Laufen. Als Kind, wenn sie zum Schwimmbad gingen, habe er sich so gut wie möglich vor dem Schwimmen gedrückt und sei lieber Runden um das Becken gelaufen.
  • Von einer Herzattacke [#Mirror] habe er sich wieder erholt und sei dankbar, wieder Sport treiben zu können. Er laufe aber nicht nur, sondern genieße auch die Ausübung von Sportarten wie Golf und Tennis. Auch kulturell sei er sehr interessiert.

Als Tony Bowman erfuhr, dass ich Deutscher sei, teilt er mir mit,

  • er kenne nur einen deutschen Satz: "das Fenster ist offen". Er brachte den Satz von einem Besuch aus Deutschland mit. Für den Sport, national, europäisch und international, sei der Satz hier im Hintergrund von Brexit sinnbildlich aufgegriffen.

Alfred Hermes