Finisher-Euro-Nachspiel

18.11.2014 08:48

Wie bereits berichtet, werden die Gebühren für Straßenläufe und vergleichbare Läufe ab 2016 um mindestens das Vierfache der bisherigen auf einen Euro angehoben, den sogenannten Finisher-Euro [#Ue30Bericht]. In einer Presseerklärung präzisiert German Road Races (GRR) e.V. Vorstellungen zur geplanten Gebührenerhöhung [#siehe GRR-Pressmitteilung]!

Der GRR-Vorsitzende Horst Milde fordert, die zu erwartenden Mehreinnahmen in Millionenhöhe vor allem in Förderungen von Maßnahmen für den Laufnachwuchs, Unterstützung bei Ausbildung und Studium, Förderung von Aus- und Weiterbildung von Trainern und Übungsleitern und die Unterstützung von innovativen Laufvereinen und Laufprojekten zu investieren. Der Betrag resultiere  aus der Erhöhung der Abgaben der 3.500 Laufveranstaltungen an den DLV von bislang zehn bis fünfundzwanzig Cents auf künftig einen Euro.

Das Spektrum der Reaktionen auf die vom DLV verabschiedete Gebührenerhöhung reicht von völliger Ablehnung bis zur Zustimmung. GRR liegt mit der Presserklärung in der Mitte. Ein Euro wird als zu viel angesehen. Wenn aber die Erhöhung unumgänglich ist, solle der Ertrag in den Laufsport investiert werden.

Der Ärger über die Erhöhung veranlasste beispielsweise einen langjährigen und verdienten Laufsportwart, sein Ehrenamt zu kündigen.

Die Aussage im Bericht "Diskussion um Läufers Geld" in der Zeitschrift LAUFZEIT&CONDITION 10/2014 hinsichtlich des Urteils des OLG Düsseldorf, dass ein Gebührenzugriff auf sogenannte "wilde" (am Fachverband vorbei organisierte) Veranstaltungen möglich sei, scheint nicht ohne Weiteres auf jede Laufveranstaltungsart übertragbar zu sein (z. B. bei einer Organisation über eine Agentur),  wie aus einem Leserbrief in 11/2014 hervorgeht.