Erfahrungen mit Rassismus

17.09.2020 08:00

Farbige Masters-Leichtathleten aus USA berichten Bewegendes von ihren Begegnungen mit Rassismus.

Rassismus beschränkt sich nicht nur auf die USA, er schwelt rundum. Die Todesfälle von Schwarzen in den USA im Zusammenhang mit Polizeieinsätzen führten zu Wut, Bestürzung und Demonstrationen.

USATF Masters unterstützt ein Aktionen von schwarzen Senioren-Leichtathleten „Black Masters Track&Filed Athlethes“, die der Öffentlichkeit aufzeigen möchten, wie Schwarze täglich Rassismus am eigenen Leib erleben. Es geht um Sensibilisierung für das eigene Verhalten, um Aufklärung, um Verantwortung und um Unterstützung.

Eine Einführung in die erste Diskussions- und Präsentationsrunde verfasste Jerry Bookin-Weiner, Interimsvorsitzender „USATF Masters Track & Field Committee“. Auslöser der Auseinandersetzung mit offenem und systemischem Rassismus sei die Tötung von George Floyd am 25. Mai durch einen Polizeibeamten von Minneapolis gewesen. Einige Wochen später versammelte „Sports Illustrated“ eine Gruppe von Elite-Leichtathleten der Masters-Kategorie, um Erfahrungen mit Rassismus in Amerika auszutauschen und der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Die Athletinnen und Athletinnen orientierten sich in ihren Statements an den folgenden Fragen:

  1. Was war deine erste oder wirkungsvollste Erfahrung mit Rassismus, die dich zu der Person gemacht hat, die du heute bist?
  2. Was bedeutet es für dich, in Amerika schwarz zu sein?
  3. Was machst du und was hoffst du, dass andere Menschen tun können, um Veränderungen in der Gesellschaft herbeizuführen oder zu fördern?

Weiße könnten sich realistisch nicht wirklich vorstellen, wie demütigend Farbige in der Gesellschaft behandelt und eingeschätzt würden. Zur Sensibilisierung gäben in dem Projekt betroffene Spitzenathleten der Mastersklasse ihre Erfahrungen weiter. Dahinter stecke die Hoffnung, dass die Antworten auf die Fragen zum Nachdenken anregen, die Zuhörer für das Thema sensibilisieren und als Verbündete ihrer farbigen Mitsportler gewinnen.

Zur Folgeveranstaltung verfasste wiederum Jerry Bookin-Weiner die Einführung. Das Land setze sich weiterhin mit offenem und systemischem Rassismus auseinander. Gespräche über Rassismus und der Austausch von Erfahrungen mit Rassismus würden fortgesetzt.

Teilnehmer und Teilnehmerinnen an den Diskussionsrunden mit dem 19. Juni 2020 als Starttermin waren Easter Grant (W37, Sprinter, 3 WMA-Medaillen), Brenda Steele Matthews (W70, Sprinterin und Hürdenläuferin mit neun WMA-Medaillen), Myrle Mensey (W71, Werferin mit  17 WMA-Medaillen), John Porter, Jr. (M41, Werfer), Donna Barrett (W63,  Werferin, Organisatorin von Veranstaltungen), Damon Blakemore (M58, Hürdenläufer und Mehrkämpfer, mit 13 WMA-Medaillen), LaTrica Dendy (W47, Hürdenläuferin und mehrfache WMA-Siegerin, Perry Jenkins (M67, Trainer) und Mark Williams (M47, Mittelstreckler).

Quellen und mehr

  1. # USATF  Part 1
  2. # USATF Part 2
  3. # Aufzeichnung der 2. Diskussionsrunde (engl., youtu.be)