Der Finisher-Euro

21.10.2014 22:03

Sie ist zwar schon Vergangenheit, die Sitzung des Bundesausschusses Laufen vom 13. 09. 2014 in Darmstadt, ihre Entscheidungen reichen aber weit in die Zukunft. Vor allem die Einführung des Finisher-Euros bei Volksläufen schlug Wellen. Offensichtlich waren sich einige Ausschussmitglieder bei ihrer vorletzten Sitzung über die Konsequenzen ihres Antrags nicht so recht bewusst. Erst im Nachhinein haderten Manche mit ihrem eigenen Abstimmungsverhalten und versuchten sich nachträglich zu distanzieren. Zu spät. Nun ist der Antrag zur Einführung des Finisher-Euros vom Verbandsrat verabschiedet, sozusagen in trockenen Tüchern. Eingezogen wird der Euro ab 2016. Zur Zeit liegt das "Kopfgeld" noch bei 0,25 bis 0,30 €.  Das Ganze preist Peter Schmitt auf Leichathletik.de unter dem Deckmantel „Laufsport soll noch besser gefördert werden“ an. Das Oberlandesgericht Düsseldorf habe den Verbänden das Recht zugestanden, „Teilnehmergebühren auch von Veranstaltern, die ihren Lauf nicht angemeldet haben, zu erheben“. Zur Kasse beten möchte man vor allem kommerzielle Veranstalter von Laufveranstaltungen, die nach Verlautbarung „von der über 50-jährigen Entwicklungsarbeit des Volks- und Straßenlaufs in Deutschland durch Verbandsarbeit und dem Regelwerk profitierten“. Ein Euro pro Finisher wird in die Startgebühren einfließen müssen, damit die Organisatoren auf ihre Kosten kommen. Fällig wird der Euro allerdings nicht, wenn die Starterin oder der Starter vor dem Zieleinlauf aufgibt.
Zum Vergleich finden Sie die aktuellen Gebühren hier.