Denk ich an Sotschi ...

14.02.2014 10:00

Die Olympiastadt Sotschi hatte sich 1996 für die EM für die Senioren im Jahre 1998 beworben. Damals fehlte ihr allerdings ein einflussreicher Fürsprecher, wie Herr Putin.

Hellmuth Klimmer erinnert sich, dass die Bewerbung in Malmö am 23. Juli 1996 von Professor V. Marshev / Moskau, unterstützend von den Olympiasiegern Faina Melnik und Valeri Borsov assistiert, vorgetragen worden sei.  Auch der Deutsche Zehnkämpfer Sepp Schwankner (Traunstein) habe sich für den Austragungsort eingesetzt. Die Russen seien ohne den Oberbürgermeister von Sotschi angereist, lediglich mit ein paar Reiseprospektkopien im Gepäck. Sie hätten versprochen, die Athleten würden mit fünf Mahlzeiten pro Tag für 40.- US-$ gut versorgt. Drei Wettkampfstätten, eine unmittelbar am Meer in Sotschi mit internationalem Ruf, ständen zur Verfügung.

Dieter Massin, heute EVAA-Ehrenpräsident, erinnert sich an eine im Zentrum der Präsentation stehende Folie der Landkarte Europas mit eingekreistem Sotschi. Das EVAA-Präsidium entschied sich damals für Cesenatico/ITA und somit gegen Sotschi  als erste EM-Austragungsstätte Russlands.

Hellmuth Klimmer bewertet im Rückblick die damalige Entscheidung gegen Sotschi als vergebene Chance für die Seniorenleichtathletik. Überschäumend  schwärmt  er vom Klima, der Natur im Kaukasus, der Gastfreundschaft und dem Standard der für  die Beherbergung der Sportler vorgesehenen Hotels, Erholungsheime und Sanatorien im subtropischen Kurort Sotschi.