Fünfzigjährige Jubiläen sportlicher Höchstleistungen

21.10.2018 11:00

Aufsehen erregende Leistungen bei den Olympischen Spielen in Mexiko vor 50 Jahren

  • Bob Beamons (USA) 8.90m-Supersprung
  • Christoph Höhnes 10min-Vorsprung im 50km Gehen
  • Der Fosbury-Flop (Ergänzung des Berichtes vom 20.10.)
Während Bob Beamon kurz nach seinem Supersprung seine sportliche Laufbahn beendete, erfreut und beeindruckt uns Christoph Höhne (Triathlonverein Fürstenwalde) noch heute durch seine erfolgreiche Teilnahme an nationalen und internationalen Gehmeisterschaften. Im Hochsprung revolutionierte der US-Amerikaner Dick Fosbury den Hochsprungstil mit dem „Fosbury-Flop“, der sich in Folge durchsetzte und später nur noch mit "Flop" bezeichnet wurde. Dick Fosbury erzielte im Finale am 20 Oktober 1968 in Mexiko-Stadt mit 2,24m übersprungener Höhe olympischen Rekord. 

 

Bob Beamons (USA) 8.90m-Supersprung

Vor 50 Jahren, am 18. Oktober 1968, gelang dem 22-jährigen Bob Beamon (USA) in der dünnen Luft von Mexiko-Stadt überraschend der Aufsehen erregende Weltrekordsprung von 8,90 Metern. Die Weite gelang Bob Beamon bei den Olympischen Spielen 1968 im ersten Sprung des Finales. Bob Beamon verbesserte den damals bestehenden Weltrekord um 55 Zentimeter. Zum fünzigsten Sprungjubiläum des heute 72-Jährigen wählte die Presse Überschriften wie folgende:

Bob Beamon: Der Sprung in die Ewigkeit in Mexiko 1968
Als Beamon in neue Sphären sprang
  • Bob Beamon: Der Sprung in die Ewigkeit in Mexiko 1968
    Als Beamon in neue Sphären sprang
     [# www.sport1.de]
  • Der Jahrhundert-Weitsprung von Bob Beamon
    [# ww.augsburger-allgemeine.de]
  • Als Bob Beamon auf Wolke neun sprang
    [# www.sueddeutsche.de]
  • The perfect jump: Beamon’s 8.90m celebrates its 50th anniversary. 
    A leap into the 21st century. The greatest sporting achievement of all time. With one jump Beamon transformed all ideas of what is humanly possible in his event and, by implication, in all others.
    [# https://bet9.online]

Beamons Weltrekord hielt fast 23 Jahre lang. Verbessert wurde der Rekord um fünf Zentimeter auf 8,95 m von Mike Powell in dessen legendärem Zweikampf mit Carl Lewis bei den Weltmeisterschaften 1991 in Tokio. Die 8,90m von Bob Beamon bleibt bis jetzt die zweitbeste je gesprungene Weite und zählt weiterhin als olympischer Rekord.

Christoph Höhnes überlegener Olympiasieg vor 50 Jahren im 50km Gehen

Christoph Höhne ging am 17. Oktober 1968 mit einem Vorsprung von zehn Minuten vor dem Zweiten zum Olympiasieg in Mexiko-Stadt im 50km-Gehen. Seine Siegerzeit: 4:20:13,6 h. "Höhnes Gang durch die Hölle in der Höhe" betitelt Peter Stein einen Rückblick auf Höhnes Laufbahn in MAZ-Online. Er nahm insgesamt dreimal an Olympischen Spielen teil (1964, 1968, 1972) und wurde 1974 im 50km-Gehen mit 3:59:06,6 h Europameister.

Der heute 77-Jähige (* 12. 02. 1941) ist dem Gehsport treu geblieben. Noch vor zwei Jahren gewann er in Perth/Australien dreimal WM-Gold im Gehen in der Altersklasse M75. Der gelernte und erfolgreiche Sportfotograf stellte sich auch mit seinen Fotos von Geh-Wettkämpfen in den Dienst des Gehportnetzwerkes in Deutschland [ siehe z.B.  # 10km Senioren DM der Geher, Ue30LA].

Quellen und mehr

Der Fosbury-Flop

Der von Dick Fosbury in Mexiko verwendete Hochsprungstil setzte sich nach und nach, teils in leicht abgewandelter Form, auch in den höheren Seniorenklassen erfolgreich durch. 

Quellen und mehr