Athletenforum und Mitteilungsblatt

Leistungstests am Wochenende

04.07.2021 20:00

Eine Reihe von Sportfesten boten (und bieten noch) am Wochenende Möglichkeiten des Leistungstests. Gleichzeit bot sich die Chance der Qualifikation für die Deutschen Seniorenmeisterschaften. Ausgewiesene Seniorenwertungen lockten unter anderem zu Wettkämpfen nach Breitingen und Bielefeld (Foto aus Bielefeld, H.H). Auch wenn die 3000m draußen nicht bei den DM angeboten werden, stellten sich beispielsweise in Berlin Senioren dieser Strecke und erzielten beachtliche Zeiten. Ergebnisse von 10.000m-Läufen können eventuell als Mindestleistungen für die 5000m gelten.

Ergebnisse vom Wochenende mit hohen Niveau.

Es handelt sich um eine Auswahl, abhängig vom Zeitpunkt der Bekanntgabe der Ergebnisse durch die Veranstalter. Die Liste wird gegebenenfalls fortgesetzt.

An oder in den Bereich der für die DM geforderten Mindestleistungen aus vergangenen Jahren reichen die folgenden Ergebnisse:

100m
M40     Scholle, Hendrik     1978     WE     SC Herford     12,08
M70    Heckner, Wilfried     1950     NO     STV Hünxe    15,17 
200m
W75    Houben, Helgard     1943     NO     Solinger LC     39,52
M40     Scholle, Hendrik     1978     WE     SC Herford     24,24
400m
W55    Barkey, Edith     1965     WE     SC Falke Saerbeck     70,37
 800m


Foto von Claus-Werner Kreft: Kombinierter 800-m-Lauf mit zwei Senioren und weiblichem Nachwuchs bei »Summer Athletics« in Bielefeld. Die Senioren: Dr. Rudi Hüls (LG Lage-Detmold-Bad Salzuflen, M70) und Rolf Salzmann (TSV Kirchdorf, M70).

800m
W50    Schlieker, Ellen    1969    BB    VfL Brandenburg 2:44,14
M45    Milde, Nils     1975     HE     ASC Darmstadt     2:12,92     
M60    Weise, Andreas    1957    BE    VfV Spandau    2:34,03
M70    Hüls, Dr. Rudolf     1948     WE     LG Lage-Detmold-Bad Salzuflen     2:57,31

1500m
M45 Milde, Nils     1975     HE     ASC Darmstadt     4:35,99
M50    Przybilla, Roland     1967     WE     DJK Gütersloh     4:46,42    
M65    Möder, Peter     1956     WE     USC Bochum     5:53,79     
M70    Zinram, Wilfried     1951     WE     SV Brackwede     6:16,08

3000m (nicht bei den DM in Baunatal)
M40     Livingston, Brian    1978    USA    Berlin Track Club    9:36,78
M55     Bötticher, Rudolf    1962    NI    TK zu Hannover    10:22,40  
M75     Kollhammer, Dieter    1946    BE    LC Marathonia Berlin    12:27,13   
M70    6747     Kyborg, Horst    1947    BE    SC Siemensstadt Berlin    13:17,45   

5000m
W40    Noya Crespo, Silvia     1979     WE     DJK Gütersloh     18:30,65
M45    Pühlker, Nils     1976     WE     TSV Schloß Neuhaus     16:48,52
M65    Schlüter, Gerhard     1955     WE     TV Werther 04     20:15,35

10000m (nicht bei den DM in Baunatal)
M40    Sansar, Elias     1980     WE     TuS Eintracht Bielefeld     31:49,24
M40    Faßbender, Stefan     1979     NO     LG Stadtwerke Hilden     34:36,51
M50    Schneider, Norbert     1968     NO     Rhein-Berg Runners     36:47,92

Weitsprung
M40    Scholle, Hendrik     1978     WE     SC Herford     6,06
M70    Hüls, Dr. Rudolf     1948     WE     LG Lage-Detmold-Bad Salzuflen     4,02

Kugel
M60    Büscher, Hans-Joachim     1957     NO     ASC Düsseldorf     11,96
M70    Meyer, Hubert     1951     WE     LG Brillux Münster     12,41

Diskus
M85    Denecke, Dieter     1934     WE     LG Lage-Detmold-Bad Salzuflen     15,20

Speer
W50    Brandt, Monika     1970     WE     SV Brackwede     30,42     
M60    Michalek, Gerd     1960     NO     TV Herkenrath     37,78
M75    Schöneborn, Martin     1946     NO     TV Herkenrath     34,04
M75    Jordan, Ewald     1943     ST     LG Altmark     30,92

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Kampfrichter*Innen –quo vadis?

03.07.2021 08:30

(Foto von D. Keller, 2020)

An Ue30LA wird verstärkt die Besorgnis herangetragen, dass sich ein Kampfrichtermangel dramatisch verstärkt. „Junge Leute wären kaum noch für dieses Ehrenamt zu gewinnen.“ Händeringend werden für Sportfeste Kampfrichter gesucht. Schließlich springen wohl oder übel noch die „Alten“ ein, die sich eigentlich längst nach langjähriger und teils aufopfernder ehrenamtlicher Tätigkeit zurückziehen möchten. Diese Situation ist nicht nur auf NRW beschränkt. Eine Sportlerin berichtete von einer versuchten Meldung im norddeutschen Raum, die mit der Begründung abgelehnt wurde, dass die Teilnehmerzahl und das Angebot an Sportarten wegen des Mangels an Kampfrichtern erheblich beschränkt werden müsse.

Auf den Mangel weist auch der achtzigjährige Hans W. Porschen aus Frechen (bei Köln) hin, der seinem Artikel den Titel "Kampfrichter*Innen –quo vadis?" gibt. Sein persönlicher Bezug auf die Region Nordrhein ist nach Erfahrungen von Ue30LA auf weitere Verbände des DLV anwendbar. 

 

Hans Wilhelm Porschen schreibt:

"2007 habe ich – damals bereits 66 Jahre alt – den ersten Lehrgang zum Kampfrichter (in der Folge immer mit „KR“ geschlechtsneutral abgekürzt) in Köln absolviert, nachdem mein Heimatverein aufgefordert worden war, Kandidaten zur Ausbildung abzustellen. Ein Sportskollege kam mit zur Erstausbildung, hat aber nach wenigen Monaten seine Einsätze beendet - angeblich aus dem Grunde, dass man ihn nicht mehr angefordert hätte.

Nun schreiben wir das Jahr 2021; ich bin mittlerweile 80 Jahre alt und wollte als Kampfrichter aufhören – auch wegen kleinerer gesundheitlicher Probleme -, aber die Notrufe aus dem alten Kreis Köln kommen immer häufiger: 'Bitte hilf uns, komme zu den angesagten Terminen. Wir haben zu wenig Personal.'

Woran liegt das? Viele KR sind in die Jahre gekommen, gesundheitlich angeschlagen, manche schon gestorben, und etliche haben 'die Brocken hingeworfen'. Ich denke hinsichtlich des letzten Punktes an sehr bekannte Starter, KR aus der Führungsebene, ehemalige Spitzenathleten, die wohl gemobbt wurden. … Es ist klar: Jammern und Wehklagen hilft überhaupt nicht. Was aber ist zu tun?“

 

Mehr Respekt den KR gegenüber

Jeder, sowohl Begleiter als auch Sportler könnten dazu beitragen, durch Anerkennung und Respekt das Ehrenamt des Kampfrichters aufzuwerten. H. W. Porschen: „Soll heißen: Kein gegenseitiges ‚Anpflaumen‘, wenn mal etwas schief geht. Ich habe es schon öfters erlebt, dass KR die Sportstätte abrupt verlassen haben, als Aktive, ihre Trainer bzw. Eltern irgendwelche Entscheidungen in Zweifel gezogen haben.“

 

Permanente konzertierte Werbe-Aktionen für junge Menschen

Hans W. Porschen schlägt unter anderem vor, dass die Landesverbände in einer „permanenten konzentierten Aktion“ zusammen mit den Vereinen junge Menschen für das Ehrenamt Kampfrichter gewinnen sollten. Dazu müsse man ein Gefühl der Attraktivität des Amtes erzeugen. Porschen: „Dabei muss es nicht immer um Lehrgänge gehen; sondern ein lockerer Erfahrungsaustausch tut auch schon mal seine Wirkung!“

 

Verstärkte Angebote zur Ausbildung an ehemalige Leistungssportler

Porschens Vorschlag: „Mehr Angebote an die Vereine, KR auszubilden, wobei man vor allen Dingen die Aktiven im Fokus haben sollte, die den Wettkampfsport bald aufgeben werden. Leuchtendes Beispiel ist für mich der TuS Köln rrh., wo das wunderbar gelingt“.

 

Regional übergreifende Maßnahmen zur Unterstützung der KR

Porschen: „Die Regionen … sollen Organe und Medien schaffen, die einen schnellen und leichteren Austausch der KR ermöglichen (Stichwort: „Börse“). Denkbar wäre hier ein „Newsletter“, der über den Verband … gesteuert wird.“

 

Ehrungen

Hans W. Porschen setzt sich für die Auszeichnung von Vereinen und Personen ein, die sich über das normale Maß hinaus in der KR-Szene engagieren: „Aber niemand kann erwarten, dass sich zum Beispiel Volker R. oder Irmgard H. selbst vorschlagen – auch da muss der Verband ran. Finanzielle Mittel kann ich gerne bereitstellen, wenn dies dem LVN nicht möglich ist…“

 

Materialien

H. W. Porschen wünscht sich eine "kostenlose Bereitstellung von Materialien, wie zum Beispiel Regelhefte u.ä. "

 

Hans W. Porschen schließt seine Bemerkungen mit sportlichem Gruß und der Aussage: „An der Stelle möchte zunächst schließen und hoffen, dass ich eine fruchtbare und zielführende Diskussion mit Folgehandlungen angestoßen habe – hoffentlich!“


 

4. Digitaler Themenabend „Medizinisches (TUE)“

02.07.2021 13:23

Frühstücksarrangement mit Kaffee, Mohn-Laugenbrötchen und Sekt!

Steht dieser Cocktail auf der Dopingliste?

Auf Fragen zum Doping gab NADA-Referent Sebastian Engels in einem aufschlussreichen und unterhaltsamen Vortrag Antworten. Er brachte am 1. Juli, wie von David Deister angekündigt, beim digitalen Themenabend des DLV „Medizinisches (TUE)“ und „Gemeinsam aktiv für sauberen Sport“, , zur Sprache, „was sportlich möglich und gesund, medizinisch ratsam und überhaupt erlaubt ist.“

Zunächst die Antwort bezüglich des Eingangsszenariums: Nein, das Frühstück fällt nicht in die Verbotsliste der NADA. NADA? Es handelt sich um die Abkürzung für Nationale Anti Doping Agentur.

Anmerkung: Die Sinnhaftigkeit eines solchen Frühstücks vor einem Wettkampf stand nicht zur Debatte und ist vor allem hinsichtlich des Alkohols zu bezweifeln. 

Sebastian Engels gab fundierte fachliche Information rund um das Doping, klärte Fachbegriffe, wies auf Dopingfallen hin, warnte vor Auswirkungen der Einnahme von Dopingsubstanzen und begründete Maßnahmen, die einer Verschleierung des Dopings vorbeugen. Geschickt bettete er die Fachinformationen in Erlebnisse mit Dopingversuchen und deren Folgen ein.

Wir Seniorinnen und Senioren tappen eventuell unbewusst in eine Dopingfalle. Zur Vorbeugung stellen sich unter andern die folgenden Fragen, auf die hier jeweils nur stichpunktartig eingegangen wird:

  1. Steht mein vom Arzt verordnetes Medikament auf der Dopingliste?
    Adresse: # NADA-Medikamentenprüfung
  2. Gibt es die Möglichkeit einer medizinischen Ausnahmegenehmigung (TUE, Therapeutic Use Exemtion) für die Einnahme eines kritischen Medikamentes?
    Antwort: Man benötigt im Seniorenwettkampfsport eine ausführliche Begründung des Arztes, dass es zu dem Medikament keine Alternative gibt.
  3. Geht von Nahrungsergänzungsmitteln eine Gefahr aus?
    Antwort: Nahrungsmittelergänzungsmittel in Märkten könnten eventuell Verunreinigungen enthalten, die nicht angegeben oder verschleiert aufgeführt sind. Supermarktprodukte unterliegen bezüglich der Inhalte nicht der hohen Kontrolle wie Produkte aus der Apotheke.

Vertiefende Informationen können sie im Report des DLV von Bettina Schardt und den vom DLV bereitgestellten Anlagen nachlesen!


 

Sergey Bubka wird Präsident von IMGA

30.06.2021 08:48

International Masters Games Association (IMGA) besteht seit 1995. Zu den Gründern gehört Kai Holm, der bis zu 18. Juni 2021 auch IMGA-Präsident war.  Kai Holm hat den weltbekannten Athleten (Stabhochspringer), Olympiasieger und IOC-Mitglied Sergey Bubka als neuen Präsidenten des IMGA-Vorstands bekannt gegeben.

IMGA sieht sich als die Olympischen Spiele der Masters. Im Bereich Leichtathletik konkurriert die Organisation mit World Masters Association (WMA). 

IMGA organisiert mehrere internationale Multi-Sport-Events für Masters-Athleten, darunter die World Masters Games, Winter World Masters Games, European Masters Games, Pan-American Masters Games und Asia-Pacific Masters Games.

Die World Masters Games 2021 wurde aufgrund der Covid-19-Pandemie auf 2022 verschoben. Sie sollen vom 13. Mai bis zum 25. May 2022 in Kansai (Japan) stattfinden. Die ersten "World Masters Games" fanden 1985 in Toronto (Kanada) statt, die letzten in Auckland (Neu Seeland) im Jahr 2017. Die nächsten folgen eine Jahr nach den Olympischen Spielen in Japan.

Quelle und weitere Informationen zu dem Thema: IMGA announces resignation of Kai Holm, President of the IMGA | IMGA

 

Welt- und Europarekorde 2021

28.06.2021 09:22

"EUROPEAN MASTERS OUTDOORS RECORDS 2021

compiled by Ivar Söderlind, Statistician Manager of EMA  

Records updated June 25,2021"

# https://www.european-masters-athletics.org/files/Reports/2_EV_210625.ute.pdf

Verzeichnet sind zehn Europarekorde, darunter fünf Weltrekorde. Allerdings fehlt noch der Eintrag des W55-Weltrekordes 300mH von Barbara Gähling (47:46). Die folgende Übersicht nimmt diesen wohl noch nicht durch EMA und WMA bestätigten Weltrekord mit auf:

800m

  • M35 1:47.05      Manuel Olmedo,ESP            03.06.21    
  • M80 2:41.59      Jose Vicente Rioseco Lopez,ESP 30.04.21     World R
  • M85 3:10.75      Manuel Alonso Domingo,ESP      29.05.21


1500m

  • M85 6.18.66      Manuel Alonso Domingo, ESP   01.05.21     World R


Steeple Chase  - Hindernislauf   2000m: M60-M80

  • M65  7:23.85     Francisco Aragon Munoz,ESP    05.06.21


Short Hurdles (80m) - Hürdenlauf 80m

  • M85 17.33  -0.1  Anthony Bowman,GBR    08.06.21  


Long Hurdles (200m/300m) - Hürdenlauf 200m/300m


High Jump - Hochsprung

  • W50 1.68         Julia Machin, GBR    31.05.21     World R


Long Jump - Weitsprung

  • *W55 5.30  +1.1   Petra Bajeat, FRA   12.06.21     World R


Hammer (Weight 4.00+)  

  • W35 73.87        Anita Wlodarczyk, POL   01.05.21       World R


 

Qualifikationen

26.06.2021 20:09

Vor der Veröffentlichung der Ausschreibung der Deutschen Seniorenmeisterschaften besteht eine Unsicherheit hinsichtlich der Qualifikationen.

Als Anhaltspunkt ohne Gewähr sei auf die Qualifikationen im Jahr 2019 verwiesen:

https://dateien.leichtathletik.de/dateien/19L00000001805101/1993431.pdf

Eine Reihe von Möglichkeiten zur Qualifikation finden Sie hier:

https://www.ue30leichtathletik.de/ausschreibungen/sportfeste/

Drei auf einen Streich

26.06.2021 09:11

Gleich dreimal hintereinander überbot die in Deutschland geborene Französin Petra Bajeat den bisherigen W55-Weltrekord im Weitsprung. Die neue W55-Weltrekordmarke im Weitsprung lautet ab dem 12. Juni 5,30m. Das Bestätigungsverfahren durch WMA läuft noch.

Ort des Geschehens war Saumur in Frankreich. Das Meeting hieß: "Rencontre triathlons MI + Meeting Flash CA à SE SAUMUR - PL - 049"

Petras Sprungserie lautete: 5,30m(+1.1) / X(+1.4) / 5,20m(+2.0) / 5,17m(+0.5) / 5,02m(+2.8) / 4,89m(+1.0).

Dreimal übertraf sie den bisherigen W55-Weltrekord, den sich bis dato zwei Athletinnen mit der Weite 5,06m teilten:

Die Deutsche Ramona Pfeiffer (heute: USV Halle) und die US-Amerikanerin Neringa Jakstiene.

Petra berichtete auf Anfrage, sie habe den Weltrekord schon ein wenig angepeilt. Sie habe aber nicht gedacht, dass sie an dem Tag  so weit springen könne. Die Trainingsbedingungen seien ja seit März 2020 wirklich nicht ideal gewesen. Sie habe lediglich versucht, sich fit zu halten und motiviert zu bleiben. Daher freue sie sich besonders über ihre 5,30m. Als Anlage legte Petra ein Foto von ihrem Weltrekordversuch bei, das hier ausschnittsweise gezeigt wird.

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