Athletenforum und Mitteilungsblatt

M50-Marathon-Historie

02.11.2017 22:56

Eike Loch (Foto: LAC Quelle Fürth), M50, JG. 1966, lief beim Frankfurtmarathon mit 02:30:09 eine bemerkenswerte gute Zeit, die nahe an den deutschen M50-Rekord 2:28:09 aus dem Jahr 1989 von Walter Koch heranreichte. Er wurde Deutscher Meister und verbesserte den Bayerischen M50-Rekord im Marathon. Dazwischen liegen 28 Jahre. Walter Koch führt noch immer die deutsche Bestenliste im Marathon in den Altersklassen M50, M55, M60, M65 und M70 an. Heute ist er 78 Jahre alt und hat sich vom leistungsorientierten Marathon zurückgezogen. Das Foto stammt von Walter Kochs Internetseite und wurde beim Gutenberg Marathon in Mainz am 9. Mai 2010 aufgenommen, als er in 3:03:38 deutsche M70-Marathonbestleistung lief. Mehr über Walter Koch erfahren Sie auf seiner Facebookseite oder seinem Blog.

Beide Sportler maßen sich in ihren starken Marathonläufen in M50 mit deutschen Spitzensportlerinnen. Walter Koch lief am 30.9.1990 in Berlin fast zeitgleich mit der Siegerin Uta Pippig (DDR Deutsche Demokratische Republik) ein. Seine Zeit betrug 2:28:49, die von Uta Pippig 2:28:37. Eike Loch kam in Frankfurt kurz hinter Katharina Heinig  (02:29:29) und Fate Tola (GER, 02:30:12 ) ins Ziel. 

Eike Loch ist kein Debütant in den langen Strecken. 1996 lief er in  Kaiserslautern den Halbmarathon in 1:05:21 und 1997 in Regensburg den Marathon in 2:17:44. 

Marathon 2:17:44 Regensburg (GER) 11.05.1997

Es muss nicht immer Tartan sein - Waldboden macht auch Freude

01.11.2017 14:27
 
Seit Jahren begegnen sie sich bei nationalen und internationalen Wettkämpfen.  
Fotos bereitgestellt von Ingrid Meier. Zur Vergrößerung bitte anklicken!          
 
Sportlerinnentreffen 2017
Von Rita Buchholz
 
Zirndorf als Treffpunkt
Vom 21.-24. September hatte Ingrid Meier zum achten Mall zu ihrem  Sportlerinnen-Treff eingeladen. Ausgangspunkt war Ingrids schmuckes historisches Heimatstädtchen Zirndorf bei Nürnberg.  Aus fast allen Himmelsrichtungen kamen ihre Leichtathletik-Freundinnen und Staffel-Kolleginnen der AK 65 und 70 angereist: Petra Zörner aus Berlin, Karin Förster aus Paderborn, Trudl Reismann aus Heidesheim, Ute Kappei aus Schwalbach, Christel Metzler vom Bodensee und Rita Buchholz aus Saarbrücken.
 
Auf in den Bayerischen Wald
Nach einem Abendessen in der historischen Gaststätte Alte Veste und einer Übernachtung teils bei Ingrid Meier, teils in einem Gasthof, brach die schnelle Damenrunde in den Bayerischer Wald auf.
Am Ortsrand der Kleinstadt Regen liegt die Raithmühle, das Sportcamp des BLSV, deren Hauptgebäude und kleine Holzhäuser sich in ein Seitentälchen des gleichnamigen Flusses hinziehen. Die heimelige Anlage gehört dem Bayerischen Landes-Sportverband. Von ihm hatte Ingrid einen dreitägigen Aufenthalt geschenkt bekommen - als schöne Anerkennung ihrer herausragenden Leistungen. Für ihre Mitläuferinnen hatte sie eine hübsche und geräumige Trainerwohnung dazugebucht.
 
Non-Stadia-Veranstaltung der besonderen Art
Beim Ladies -Treff waren dann statt Sprint und Sprung  Spaß und Spazierengehen angesagt. Statt auf´s Podest ging es auf den Baumwipfelpfad im Naturpark. Nicht die Tartanbahn war die Herausforderung, sondern eine Nachtwanderung in den finsteren Bayerischen Wald. Beschwerden von Rehen und Wildschweinen über Gesang und Gelächter sind bisher ausgeblieben. Für einen Abend mit Livemusik, Gaudi und bayerischem Essen in einem großen Landhotel hatte Ingrid ebenfalls gesorgt.
 
Zurück über Regensburg
Der Heimweg führte sonntags über Regensburg. Andächtig staunende Athletinnen besuchten den herrlichen gotischen Dom und bewunderten die Steinerne Brücke und die historische Altstadt. Souvenirs aus dem Glas-Outlet in Zwiesel erinnern inzwischen die sieben lustigen Läuferinnen an drei entspannte und harmonische Tage. Wieder eine Spitzenleistung von Ingrid!

 

Nachtrag zu den Mararathonmeisterschaften

30.10.2017 19:14

Sonderapplaus für Ü75. (Foto von Ernst Miketta)

Helga Miketta und Klemens Wittig kamen beide mit Ambitionen nach Frankfurt.  Beide gehören zur Weltspitze in ihren Altersklassen, beide stürzten während des Marathons, beide liefen die restliche Strecke mit Schmerzen zum Sieg, Klemens Wittig krönte den Sieg mit einem Europarekord.

Helga Miketta (Birkesdorfer TV, W75) knickte bei Kilometer 30 mit dem Fuß um. Sie war vor Schmerz wie betäubt. Sanitäter liefen herbei und boten ihr an, sie mit dem Wagen zum Ziel zu bringen. Nach einigen Gehversuchen ließ der Schmerz ein wenig nach und Helga entschied sich, weiter zu laufen. Der Rückenwind auf der Mainzer Straße half ihr ein wenig. Das Gelenk schmerzte zwar weiterhin, doch es blieb erträglich. Tags darauf war alles wieder in Ordnung.

Klemens Wittig (LC Rapid Dortmund, M80) stürzte  bei Kilometer 34. Die Folge waren starke Schulterschmerzen, die ihm den Rhythmus genommen hätten. Wittig: "Ich musste von da ab kämpfen, aber da fängt ja ohnehin ein Marathon erst an. Das Lächeln war spätestens nach Passieren der Ziellinie wieder im Gesicht."  Heute die Diagnose des Röntgenbildes: Schlüsselbeinbruch.

M80-Europarekord von Klemens Wittig im Frankfurtmarathon

29.10.2017 20:00

Klemens Wittig erfüllte sich trotz einiger Schwierigkeiten seinen Wunsch, den bisherigen M80-Europarekord von 3:46:03 zu brechen. Und das deutlich: 03:39:54 Minuten. Allerdings scheint der Weltrekord 3:15:54 des 2017 verstorbenen Ed Whitlock aus Kanada zur Zeit von keinem M80-Athleten der Welt erreichbar. (Foto hr HD Live]

Unter Schwierigkeiten fallen die Windverhältnisse mit starken Böen. Am Tag vor dem Marathon hatte ihn auch noch ein Hexenschuss ereilt. Sein Optimismus geriet ins Wanken, trotz akribischer Vorbereitung. Während des Marathons stolperte Klemens Wittig. Er rappelte sich gleich wieder auf, litt aber danach unter Nackenschmerzen.

Seine riesige Energieleistung gegen Wind und Schmerzen verrät eine ausgesprochene Kämpfernatur.

Arne Gabius wurde in Frankfurt Deutscher Marathonmeister 2017 in (maßgerechten) 02:09:59. Ein gewaltiger Endspurt brachte ihn unter 1:10. Vom Alter her gehört Arne Gabius bereits zu M35. Er würde sicherlich das Wort Senior nicht auf sich beziehen und rechnet sich selbstverständlich zur Hauptklasse. Ein zweiter Deutscher der Altersklasse M35, Andreas Strassner (ART Düsseldorf, M35), erreichte als sechster der DM das Ziel. Die Differenz zur Gabius' Zeit betrug 10,5 Minuten.

Die Sieger in den Seniorenklassen

Ergebnisse:http://live.frankfurt-marathon.com/2017/?pid=leaderboard

W35  Englisch, Bettina (TSG 1845 Heilbronn) 02:47:36 | 02:47:40
W45  Morchner, Sandra  (PSV Grün-Weiß Kassel) 02:49:24 | 02:50:16
W40  Stephan, Kerstin  (LC Olympia Wiesbaden) 02:50:19 | 02:50:52  
W50 Maier, Claudia (VFB LC Friedrichshafen) 02:56:39 | 02:56:55
W55 Storch, Ilse  (LC Tölzer Land) 03:17:45 | 03:18:00
W65 Horst, Hannelore (TV Georgsmarienhütte) 03:27:35 | 03:28:51
W60 Schwindt, Nicole (LAV Stadtwerke Tübingen) 03:28:44 | 03:29:11
W70 Pithan, Ulrike (TuS Deuz)  04:08:41 | 04:11:30
W75 Miketta, Helga (Birkesdorfer TV)  04:12:23 | 04:14:04

1  Gabius, Arne (TherapieReha Bottwartal e.V, M35)  02:09:59
M35 (2.) Strassner, Andreas (ART Düsseldorf)  02:20:28 | 02:20:29 
M50  Loch, Eike (LAC Quelle Fürth) 02:30:09 | 02:30:09    
M40  Heiner, Jörg (SG Wenden) 02:31:36 | 02:31:49    
M45  Wollny, Holger (SV Fortuna Bösdorf)  02:38:41 | 02:38:51    
M55 Ghebreselasie, Daniel (PSV Grün-Weiß Kassel)  02:46:12 | 02:46:28    
M60 Rühlemann, Wolfgang (MTV Seesen)  02:54:20 | 02:54:35    
M65 Goldammer, Klaus (OSC Berlin) 03:09:04 | 03:09:11    
M70 Graeber, Jürgen (LAC Langenhagen) 03:33:23 | 03:36:33    
M75 Stöcker, Werner (LG Wittgenstein) 03:39:43 | 03:41:16    
M80 Wittig, Klemens (LC Rapid Dortmund) 03:39:54 | 03:39:58

Arne Haase (TV Buehlertal), einziger DM-Teilnehmer der M85, erreichte das Ziel nach netto 05:55:03 Stunden. Eine Vorgabe in der Ausschreibung versagt ihm allerdings den deutschen M85-Meistertitel wegen Zeitüberschreitung: "Die Zielschlusszeit für alle Läuferinnen (Frauen; W35 bis W50) und Läufer (Männer; M35 bis M60) beträgt 4:10 Std., für alle anderen Klassen 5:15 Std. [# Zusatzmerkblatt]

Mögen Sie('s) Cross?

28.10.2017 19:00


DM 2015, Foto von Alfred Hermes

Im Herbst und Winter stehen bei Mittel- und Langstreckenläufern häufig Landschaftsläufe auf dem Programm. Wald- oder Crossläufe fordern und stärken Koordination und Kraft, die sich in der neuen Saison auszahlen kann.

Für alle Crosslaufbegeisterten bietet Ue30LA in der Rubrik "Laufen" [# Crossläufe in Deutschland] eine umfangreiche Liste von Crossläufen bis Ende Februar 2018.

Für Teilnehmer

ergeben  sich genügend Gelegenheiten zur Vorbereitung.

Historie von World Masters Athletics

27.10.2017 11:03

Meilensteine der Seniorenleichtathletik

[# http://www.mastersathletics.org.za/]

Bei der Suche nach Informationen zu der Veranstaltung "Masters Athletics Meeting 27 & 28 October 2017 in Oudsthoorn (Südafrika) [# Info]" stieß Ue30LA auf eine Zusammenfassung der Geschichte der Senioren-Leichtathletik, die auch von Deutchen entscheidend geprägt wurde.

Freie Übersetzung des Artikels "History of World Masters Athletics"

Die Geschichte der Senioren-Leichtathletik begann mit dem Bestreben von Männern und Frauen mittleren und höheren Alters, durch sportliche Betätigung körperliche Fitness zu erlangen, die Gesundheit zu erhalten und im Wettkampferlebnis Erfolge zu genießen.

Seniorenwertung bei Straßenläufen
Senioren-Wettkämpfe fanden anfänglich hauptsächlich bei Straßenläufen statt, obwohl bereits eine umfangreiche Rekordliste von Sprintern, Springern und Werfern existierte, wie beispielsweise  "M40 Don Finlay (GBR) hurdles 14.4 seconds in 1949; M40 Egon Nillson (SWE) high jump, 2.05 m in 1966; M55 Karl Hein (FRG) hammer 52.01 m in 1964".

Interessen-Gemeinschaft älterer Langstreckenläufer (1968)
Um den Wunsch einer wachsenden Zahl von Läufern nach Alters gemäßen Vergleichen und Wettkämpfen nachzukommen, wurde 1968 die Interessen-Gemeinschaft älterer Langstreckenläufer (IGÄL) gegründet. Sie hielt ihre ersten Marathon-Meisterschaften in Holland ab. Pioniere von IGÄL waren Arthur Lainbert, Meinrad Nägele, Dr. Ernst van Aaken aus Deutschland und Jacques Serruys aus Belgien.

Verbreitung von Seniorenwettkämpfen
Gleichzeitig entstanden unabhängig voneinander in vielen Ländern ähnliche Bewegungen bezüglich des Straßenlaufs mit Seniorenwertungen.

1965 wurde Bill Bowerman, ein führender US-amerikanischer Leichtathlet, bei einem Besuch in Neuseeland von einer Gruppe von "Über40"-Läufern eingeladen, an einem lokalen "Jog" teilzunehmen. Er entdeckte, dass Laufen in Neuseeland eine Lebensart war. Bei seiner Rückkehr führten die Veröffentlichungen seiner Seniorensporterlebnisse in Neuseeland zur Gründung des "USA Masters Track and Field"-Verbandes durch San Diego Attorney David Pain.

Durchbruch ab 1972
Nach den Olympischen Spielen 1972 in München nahmen David und Helen Pain zusammen mit einer Gruppe amerikanischer Masters-Athleten und Athleten aus Australien und Kanada am ersten wirklich internationalen Senioren-Leichtathletik-Treffen im Crystal Palace in London teil, das von Woodford Green AC organisiert wurde. Im Anschluss besuchte die Gruppe weitere europäische Länder. Überall begeisterten die Seniorensportler und es entwickelten sich dauerhafte Freundschaften.

ASWD Talent ID & Masters Athletics Meeting

26.10.2017 19:59

ASWD Talent ID & Masters Athletics Meeting 27 & 28 October 2017 in Oudsthoorn (Südafrika) [# Info]

  • Das Meeting beginnt am 27. Oktober mit dem "Ingo Hildebrand Memorial Throws Pentathlon" (Ingo Hildebrand Gedächtnis Wurffünfkampf).
  • Am zweiten Tag treffen sich Jung und Alt zu den Leichtathletikwettkämpfen. 
Wer ist Ingo Hildebrand? Diesen Namen trägt der Wurffünfkampf als Erinnerung. Ue30LA durchsuchte Ergebnisse von Meisterschaften in Südafrika und fand Ergebnisse eines Wurfmehrkämpfers dieses Namens bis zum Jahr 2015:
 
31 Oct – ASWD Masters Championships 2015 Results
Ingo Hildebrand, SWD,  RSA - Age 71, 2015: Speer 26.68; Kugel: 8,59; Hammer: 26,91; Gewicht: 10,63; Diskus: 23,17
 
Auf Facebook [# Quelle] entdeckte Ue30LA ein Foto mit Ingo Hildebrand aus dem Jahr 2015, das Higgo Jacobs auf der Seite von
Athletiks South Western Districts (SWD) veröffentlichte.
 
Quellen:
 
 
 

 

 

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Neuigkeiten

Hallen-EM in Madrid - Anmeldung

17.11.2017 15:10

Hallen-EM in Madrid – Anmeldeportal geöffnet [# Leichtathletik.de]

EMA Management Seminar in Frankfurt

06.11.2017 11:30

Porträt von Petra Herrmann

05.10.2017 09:29

Petra Herrmann  (Jg. 1959,  SG Vorwärts Frankenberg)

Texte von

Information der DLV-Regelkommission

01.10.2017 23:20

Regel 170 (Wechselräume bei Staffeln) [#DLV]

Vereinswechsel zwischen 01. Oktober bis 30. November

01.10.2017 22:54

Informationen beispielhaft vom Badischen Leichtathletik-Verband [# BLV]

Challenge BE/DE/FR

18.09.2017 16:21

Fotogalerie

Dreiländerkampf Deutschland, Frankreich, Belgien

15.09.2017 20:53

"DLV-Team strebt weiteren Challenge-Erfolg an." [# von Jörg Reckemeier]

Die Teams: 

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